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Gewichtszunahme nur eines Tieres in der Gruppe / Menüplan

Verfasst: 2. Mai 2018, 19:31
von Urmel
Moin Moin durcheinander :)

EIn Tier in einer meiner beiden Zweiergruppen (Emma, die Chefin und Mobberin) war von Anfang an das größte und auch schwerste Mädchen im Rudel.
Das Gewicht war aber bisher trotzdem in Ordnung, weil Emma nicht richtig dick, sondern sehr kräftig ist. Nun legt sie sich aber doch langsam einen kleinen Fettvorrat an, nicht dramatisch, aber lange sollte das nicht mehr so weitergehen.
Emmas Mitbewohnerin Hedwig ist auch relativ groß und kräftig, aber nach wie vor normalgewichtig. Wie bekomme ich es nun wohl hin, nur eines der Tiere etwas abspecken zu lassen? Und was sollte man in so einem Fall generell füttern, bzw. was nicht?
Kann es z.B. an Löwenzahn liegen? Das ist mit Abstand das begehrteste Futter, um das es auch sofort zu heftigen Streitigkeiten kommt, egal wieviel ich davon im Käfig verteile. Ich gebe Löwenzahn aber nur alle paar Tage, das Problem ist, dass die meisten Alternativen wie Spitzwegerich u.ä. kaum beachtet werden.
Ansonsten füttere ich etwas Pellets, verschiedene Blütenmischungen, verschiedene Heusorten, getrocknetes und frisches Gemüse, versch. Zweige von Bäumen und Sträuchern und gelegentlich mal ein Leckerchen, das aber wirklich in kleinen Mengen und per Hand ans einzelne Tier. Getreide gibt es nur ganz wenig und Zucker nur in Form von Möhrenstückchen, die aber schon zu den Leckerchen zählen. Auch mit Saaten halte ich mich sehr zurück, die Gruppe mit Emma bekommt derzeit gar keine.
Mache ich etwas falsch oder unterlasse ich etwas? Alle Tiere sind quietschfidel, bewegen sich viel und gerne, haben ein glänzendes, dichtes und flauschiges Fell und sind auch ansonsten kerngesund, die Nährstoffkombination stimmt also wohl, vielleicht frisst Emma ja einfach etwas zuviel von allem oder schafft es, als Chefin, sich immer sofort die meisten Kalorien zu sichern.

Re: Gewichtszunahme nur eines Tieres in der Gruppe / Menüplan

Verfasst: 2. Mai 2018, 20:02
von Maravilla
Hallo,

wie viel wiegt Emma denn und wie alt ist sie? Um überhaupt festzustellen, ob eingegriffen werden muss, sollte das Gewicht über einen gewissen Zeitraum dokumentiert werden.
Insgesamt halte ich aber wenig von Diätmaßnahmen. Degus sind genauso wie wir Menschen unterschiedlich veranlagt. Der eine hat mit 200g sein Normalgewicht, der nächste schafft locker die 290g. Mir sind "leicht moppelige" Degus in jedem Fall lieber als Leichtgewichte, denn im Fall von Krankheiten oder Zahnproblemen wirkt sich der Gewichtsverlust nicht sofort dramatisch aus.

In unseren Gruppen gibt es derzeit auch durchaus Streit ums Frischfutter, egal, wie viel im Käfig liegt. *aaahhh* Gerade aber Frischfutter würde ich nicht reduzieren, sondern verstärkt anbieten. Irgendwann wird der Löwenzahn auch nicht mehr so begehrt sein und deine Tiere werden sich anderem Futter zuwenden. Welche Pflanzen fütterst du denn?
Pellets (oder allgemein Fertigfutter) würde ich komplett weglassen. Ebenso das Gemüse. Bzw. dieses wirklich nur als Leckerli, nicht im Rahmen des täglichen Futters.

viele Grüße
Marlén

Re: Gewichtszunahme nur eines Tieres in der Gruppe / Menüplan

Verfasst: 2. Mai 2018, 20:58
von SaScha
Hi Urmel,

würde für alle noch ein wenig mehr in Richtung reine faserige Pflanzenkost umstellen. Pellets sind für Kaninchen, Meeris und auch Degus längst für ungeeignet befunden worden.
Zwar sehr praktisch für die Industrie und den Käufer (kann man viel Zusatzstoffe und Reste aus anderen Produktionen reinpacken, bröselt nicht, staubt kaum... etc).
Ist aber weit entfernt von naturbelassenem Futter und führt durch das Aufquellen im Verdauungstrakt zu Veränderungen der Darmflora und des Darms selber. Zusammengehalten werden sie oft durch Melasse (Rübenzucker)... Macht nicht nur dick sondern förder auch Diabetes und bringt den Darm ins Ungleichgewicht.
Auch nehmen die Tiere mit feingemahlenem gepresstem Futter (auch Trockengemüse) recht schnell recht viel Kalorien zu sich. Da das Aufquellen und damit die Sättigung sich erst später bemerkbar macht.
Im Vergleich dazu ist man beim Kauen von getrockneten ( oder im Idealfall frischen) Pflanzen sehr gleichmäßig beschäftigt. Der Darm hat Zeit das ebenso gleichmäßig abzutransportieren. Und es dauert mit reinen groben, faserigen grünen Pflanzen viel länger als mit Pellets oder (Trocken)Gemüse bis eine gewisse Kalorienmenge erreicht ist. Da alles oben erstmal zerkleinert werden muss. Und oft im ersten Verdauungsdurchgang gar nicht alles erschlossen wird was enthalten ist.

Vorteil dabei zudem: die Zähne reiben sich ab wie vorgesehen. Und man wird nicht ganz so fix rund.
Wobei es manche Degus auch mit reiner PflanzenNahrung und sehr wenig Saaten auch schon auf gute Gewichte bringen.
Ich habe das gerade diesen Winter auch schon erleben dürfen und da ich (wie viele inzwischen ) wie unten beschrieben füttere,
hatte ich schon mein Einstreu in Verdacht, da sie da sehr ausgiebig über Tage eifrig letzte Leinkörnchen rauspicken.
Das hat sich aber mit dem Frühjahr prima wieder von alleine ausbalanciert die letzten Wochen.
Von Diäten halte ich auch nichts. Damit keine Grunge entstehen, müssen sie sehr viel und gleichmäßig fressen. Man muss also nur darauf schauen dass es das Richtungen ist.
Von einer sehr naturnahen Ernährung jedoch auch in Hinblick auf möglichst gute Voraussetzungen für Zähne und Immunsystem jedoch sehr viel.
Getreide würdeich ganz weglassen. Alles ausser Pflanzen und kleinteiligeht Saaten sind Leckerli. Wenige täglich zum Betuddeln und Gesundheitschexk von Hand. (Regelmäßiges Wiegen - zB alle 2 Wochen mit Eintrag in ein Büchlein gehört zu diesem Check auch dazu und ist ein sehr gutes Frühwarnsystem für Krankheiten).

Ich habe das im Folgenden mal ein wenig zusammengeschrieben (hänge das neuen Mitgliedern in einer anderen Gruppe immer gerne an). Und Dir hönge ich dazu noch ein paar Links dran (das mit dem Wasser etc was Du längst kennst , bitte einfach überlesen 🙂).


Ernährung von Degus:
In freier Wildbahn ernähren sich Degus von frischen und angetrockneten Gräsern, Wildkräutern, Blüten, Blättern und auch einer kleineren Menge Wildsamen. Ihr Verdauungstrakt hat sich an diese karge, sehr faserige Ernährung angepasst – ebenso wie der Zahnabrieb der ständig nachwachsenden Zähne.

Traurigerweise gibt es im stationären Handel (Geschäfte) kein wirklich gutes Degufutter. Viele machen langfristig regelrecht krank da sie Pellets, Getreide und oft viele unnötige Zusatzstoffe enthalten. Zudem Dinge die nur in kleinen Mengen und als Leckerli von Hand gegeben werden sollten, wie getrocknete Gemüsestückchen und Erbsenflocken etc.

Dabei ist es recht simpel, was die Kleinen brauchen : ausgelegt sind die Mägen auf o.g. karge/blättrig-faserige Kost (die gründlich gekaut werden muss -> gleichmäßiger Zahnabrieb. Äste reichen nicht), also Punkt 1-3: Pflanzen.... :

1) täglich genug einer breiten und gut abgestimmten PFLANZENBLÜTEN-BLÄTTER-MISCHUNG (so dass am nächsten Tag noch übrig ist). 20 Pflanzen im Mix ist hier eine gute Basis – sehr gerne mehr. Und immer mal Mischung/Artenangebot wechseln.

2) immer reichlich gutes duftendes HEU (nicht in schaukelnden Bällen sondern einfach in einer Ecke oder gut zugänglichen Raufe). Wenn sie scheinbar kein Heu fressen - anders probieren und ruhig mal einen Euro mehr ausgeben für Schwarzwaldheu oder Bioheu aus der Papierttüte etc. !

3) FRISCHFUTTER - im Idealfall grün und aus Wald und Wiese (siehe Listen auf Degus-Online, Degupedia oder in den Dateien der Facebookgruppe „Alenas Frischfutter für Degus“).
Gut für gesunde Nieren wg Flüssigkeit und es versorgt + störkt sie mit vielen verschiedenen Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen . Zudem ist der Zahnabrieb bei frischem Grün viel höher als bei getrockneten Pflanzen!
(Immer eine breite Auswahl guter Futterpflanzen anbieten - nur wenig davon ist Löwenzahn. Und wie Marlen sagt: eher mehr als weniger frisches Grün! Es hat auf die gleiche Masse viel mehr Flüssigkeit - und weniger Zucker... )

4.) Immer genug täglich frisches WASSER im Napf

5.) Eine sortenreiche Degu-SAATENMISCHUNG an 1-4 Tagen/Woche. Nur pure, trockene nicht zu große Saaten. Kein Mischmasch aus Gemüse oder gar Pellets und Getreide. Keine anderen Zusätze. Mehr Öl- als Mehlsaaten (3:1 oder 4:1), denn letztere belasten den Blutzuckerspiegel mehr (Diabetesneigung) und fördern Erkrankungen über Vermehrung von Hefen im Darm (wie störke/zuckerreiches Futter insgesamt) . Eine kleine Handkuhle pro Tier. Am besten breit im Eibstreu verstreuen damit jeder gleichermaßen dran kann (ist auch eine tolle Beschäftigung)

Gut erhältlich ist dieses Futter derzeit nur im Internet.
Bei Shops wie Hansemanns, Deguladen, Nagers Futterwelt, Mixerama uvam.

Kann man dann gleich zusammen bestellen mit naturbelassenen LECKERLI:
wie Löwenzahnwurzeln, Nüsse/Nussteile, Topinamburstängel/-knolle, Sonnenblumenkerne mit Schale, Kürbiskerne oder getrocknete Gemüsestücke.

Leckerli heißt, dass sie einzeln in geringen Mengen von Hand gegeben werden und nicht Grundfutter sind. (Urmel - hier würde ich bei Deinen Fellnasen ansetzen - Gemüse nur noch einzeln).

Immunmixe/Bronchimixe sind kein alleiniges Grundfutter (siehe auch oben: artenreiche Pflanzenmischung)! Sie können ab und an bei Bedarf in kleiner Menge dem Grundfutter zugegeben werden. Bei wirklicher Erkrankung bitte erst mit dem Tierarzt abklären.

Wenn Du ein Futter siehst, wirf immer (auch bei den Anbietern in der Linkliste!!!) einen prüfenden Blick auf "Zutaten: ...."

Egal wie es vorne auf der Packung ausgelobt wird! (Denn: Gemüse, Erbsenflocken, Mais etc … und auch irgendwelche Zusätze und Pellets gehören nicht in ein gesundes Degugrundfutter).

Soweit zur naturnahen Fütterung .... Wenn man genau hinschaut finden sich ein paar Ansatzpunkte bei denen Du umstellen könntest.
Für alle - und ohne dass hier künstlich gehungert wird.
In Pflanzen ist alles drin was sie brauchen.
Siehe auch hier zum Abschnitt Ernöhrung:
]http://www.deguhilfe-sued.de/files/ra ... rsion.pdf
Oder hier:
http://www.degupedia.de/forum/download.php?id=7

Viele Grüße
Sabine

Re: Gewichtszunahme nur eines Tieres in der Gruppe / Menüplan

Verfasst: 2. Mai 2018, 21:51
von SaScha
Urmel hat geschrieben:
2. Mai 2018, 19:31
Alle Tiere sind quietschfidel, bewegen sich viel und gerne, haben ein glänzendes, dichtes und flauschiges Fell und sind auch ansonsten kerngesund, die Nährstoffkombination stimmt also wohl, vielleicht frisst Emma ja einfach etwas zuviel von allem oder schafft es, als Chefin, sich immer sofort die meisten Kalorien zu sichern.
P.S.: das "gesund und munter" ist ja auch erstmal das wichtigste.

Wobei man hier ja auch immer langfristig denken und ruhig immer mal das eigene Futter überdenken sollte (wie Du es ja machst - ich kürzlich bei unserer stetigen winterlichen Zunahme über alle Bäuchlein hinweg ja auch - wobei eine Saatenreduzierung von 2x auf einmal die Woche bei mir keinerlei Effekt hatte .... hier brauchte es nur ein wenig Frühlingsluft).
Denn wenn sie krank sind, bringt eine Umstellung auf karge Kost dann im allgemeinen auch nicht mehr das "Zurück auf Werkseinstellung". Höchsten snoch eine kleine Besserung oder Verzögerung der Krankheit.

Ich weiß nicht wie das mit den Chefbäuchlein hier im Forum bei den meisten ist: aber ich erinnere mich an eine lustige Umfrage in einer Gruppe, bei der sich herausstellte, dass Chefs oder Chefinnen fast immer dicker sind.

Wenn im Napf gefüttert wird, ist das auch leicht zu erklären: der Chef sitzt drin. Die anderen schauen zu.
Aber es ist eben auch bei "Futter-Verstreuern" oft so.
In meiner 4er Gruppe kann man auch ganz wunderbar den Rang am Gewicht ablesen. Obwohl ich alles was begehrtes Futter ist, schon seeeehr weit verteile. Und den leichteren gerne die größeren Leckerli zustecke.... es hilft nichts. Das etwas höhere Chefgewicht bleibt. (in der Zweiergruppe hingegen stimmt die Theorie nicht ... keine Regel also ohne Ausnahme).

Aber da wir beim Thema sind, hier nochmal die Frage oder der Hinweis mit dem "Futter breit verstreuen". Bei den Saaten geht es ganz prima und man kann die Fellnasen so wirklich komplett auf 2 Etagen zB damit locken/verteilen. Und dann sind sie erstmal sehr lange herrlich damit beschäftigt die Körnchen aus dem Streu zu graben. Und so verhindert man auch dass die schwächeren Tiere nicht rankönnen.
Viele Verstreuen auch ihre Pflanzenmischung so und eigentlich ist das ja auch prima i.S.v. beschäftigt halten... Futter suchen lassen.... jeder kommt auch an die leckereren Sachen dran. Ich mag so ein wenig den Überblick haben und verstreue es in einer halben Etage rund um einen sehr flachen großen Napf. Da habe ich aber auch noch nie gesehen, dass es hier Stress gibt. Einmal hatte ich jedoch statt einer reinen Pflanzenmischung das Paradiso oder Ratatouille von Hansemanns erwischt. Der Unterschied war wie Tag und Nacht - und zeigte dass es sich hier schon um eine Art Süßigkeitenbuffet handelt: es wurde wüst gequiekt, gescheucht und hektisch gestritten ... meine ruhigen Jungs waren nicht wiederzuerkennen. Denn in dem Futter waren Erbsenflocken, Gemüsechips, etwas Dinkel oder Haferflocken .....und das roch man auch schon als Mensch, dass hier etwas zu paradiesisch war.
Nur mit Pflanzen funktioniert es prima.
Aber vielleicht gibt es da bei Dir etwas, was Du für die kleine runde Chefin noch etwas vom Platz her entzerren / breiter streuen kannst? :)
LG Sabine

Re: Gewichtszunahme nur eines Tieres in der Gruppe / Menüplan

Verfasst: 7. Mai 2018, 16:03
von Urmel
Vielen Dank für die umfangreichen Hinweise, Ratschläge, Empfehlungen, und und und, da habt Ihr euch ja wieder richtig Mühe gegeben, auch Emma, Frieda, Gerda und Hedwig freut das sehr, da bin ich ganz sicher :)

Viel falsch mache ich offensichtlich nicht, gut, die Pellets, da wusste ich schon, dass die kontrovers diskutiert werden. Ich gebe im Schnitt pro Tier und Tag zwei bis drei Stückchen, mehr fressen sie davon sowieso nicht, manchmal auch gar nichts, die sonstige Auswahl sagt ihnen wohl zu. In den Pellets ist garantiert kein Zucker, wohl aber 6,6 % Stärke, das wäre für ein Hauptfutter sicher zuviel. Ich werde die Dinger einfach weglassen.

Die "kleine" runde Chefin ist ein ziemlicher Brocken, aber sie ist groß und kräftig, deshalb ist sie ja wahrscheinlich die Chefin. Ich muss mir mal eine Waage besorgen, da ich in der Küche alles frei Schnauze mache, brauchte ich bisher keine und genaue Gewichte habe ich deshalb nicht vorliegen.
An Pflanzenmaterial bekommen die Tiere, tja, hm, alles mögliche, was z.B. Futterkrämerei (ganz hervorragende Qualitäten, die Waren sind teuer aber preiswert, mich stört nur die Versandkostenberechnung nach Gewicht, das macht das Ganze unnötig teuer), Deguladen usw. hergeben. Einiges wird auch selbst geerntet, wie verschiedene Zweige, Gräser und Kräuter. Leider fressen meine Tierchen ziemlich selektiv, das habe ich aber schon häufig gehört. Stengel, Stiele und Blätter z.B. werden nahezu komplett ignoriert. Gibt aber ja genug anderes. Frisches Gemüse und Salat wird auch nicht gerne genommen, sobald es getrocknet ist, umso lieber, da ist es fast egal, was.
Auch die Heuart wechsele ich regelmäßig, mal gibt's etwas brauneres, mal grüneres, mal mit Kräutern drin, mal ohne, mal etwas länger geschnitten, mal kürzer. Das scheint Gefallen zu finden, sie fressen es, buddeln darin herum, machen auch mal eine Kuschelstunde drin, also so, wie es sein soll.
Ich wechsele auch, also die Standorte der Näpfe, die Verteilung des Futters auf die Näpfe und das, was ich einfach ins Heu schmeiße. Allzu viel Langeweile sollte so nicht aufkommen.

""Entzerren" ist schwierig, sobald Futter in den Käfig gelangt, streben alle Tiere dem intensiv entgegen und schauen auch stets überall nach. Heimlich geht da auch nichts, sobald ich nur in die Nähe der Futterbehälter gehe, stehe ich unter strengster Beobachtung ;)

Ich habe Emma gerade nochmal begrabscht, könnten wieder ein paar Gramm weniger sein, sie ist sicher nicht adipös, schlimmstenfalls halt ein kleines bisschen hüftgoldig. Natürlich werde ich sie, wie die anderen auch, diesbezüglich weiter beoabachten und mich mit einigen eurer Vorschläge befassen. Besonders den Hinweis "mehr frisches Grün" werde ich umzusetzen versuchen. Zum Glück hat mein zweibeiniges Mädchen einen grünen Daumen und einen Garten, da ist sicher noch mehr für die Degumäuse drin.

Nochmal besten Dank!

Re: Gewichtszunahme nur eines Tieres in der Gruppe / Menüplan

Verfasst: 7. Mai 2018, 16:34
von DaLo
Hallo,

bei Lidl, Aldi und Co. gibt es immer mal wieder für ca. 5-8 Euro grammgenaue digitale Küchenwaagen. Online kann man die zwar auch bestellen, aber da kommt dann Versand drauf.
Oder auf Ebay: HIER z.B. 6,65 Euro incl. Versand

Leider trügt die Optik oft gewaltig. Bei aller Erfahrung habe ich mich da schon zig mal vertan :oops:

Liebe Grüße
Dagmar

Re: Gewichtszunahme nur eines Tieres in der Gruppe / Menüplan

Verfasst: 7. Mai 2018, 16:47
von Mandarine
Hallo,

das kann ich Dagmar nur beibflichten. Das Gewicht bitte nicht nach der Optik beurteilen. Ich hab derzeit eine kleine Kugel im Käfig, die aber nur 160 g auf die Waage bringt :cry: . Sie sieht wirklich kugelrund aus. Leider trügt der Schein, zum einen ist sie aufgeplustert, zum anderen etwas gebläht (und natürlich in TÄ-Behandlung). Da kann man sich von der Optik schnell täuschen.

Re: Gewichtszunahme nur eines Tieres in der Gruppe / Menüplan

Verfasst: 8. Mai 2018, 18:28
von Urmel
Und ich habe das mit der Optik erst auf die zuvor genannte Küchenwaage bezogen und mich leicht gewundert :lol:
Es stimmt aber natürlich, die Tiere können sich von jetzt auf gleich rein optisch ganz schön verändern und dann aussehen wie ein Tennisball mit Greifleine. Da meine aber sehr zahm sind, kann ich sie problemlos händisch untersuchen, manchmal wollen sie sogar am Bäuchlein gekrault werden :)

Re: Gewichtszunahme nur eines Tieres in der Gruppe / Menüplan

Verfasst: 13. Mai 2018, 11:45
von Urmel
Nach erfolgreichem Erwerb einer Küchenwaage habe ich gerade die Tiere verwogen:
Gerda 194 gr, Frieda 216 gr, Hedwig 223 gr und Emma 256 gr. Na da ist wohl klar, wer die Chefin ist und wer die Kleinste und Schüchternste. Wenn ich lese, wie schwer Degus werden können, sind die 256 Gramm wohl völlig im Rahmen, insbesondere, da das Tier auch etwas größer als die anderen ist.
Ich werde Akzeptanz des Menüplans und Gewichtsentwicklung natürlich weiter im Auge behalten. Aktuell habe ich ein paar neue Menübestandteile von degutter.de im Einsatz, worüber sich die Mädchen durchaus erfreut gezeigt haben. Ein verlässlicher Indikator ist ja immer das Ausmaß von Streiterei bei der Futtergabe. Bei den extrem beliebten Sorten wie Löwenzahn hat es sich bewährt, neben je einem Napf pro Tier, in verschiedene Ecken gestellt, vorher, noch während der täglichen Käfigreinigung, etwas davon breitflächig im Keller zu verteilen. Dann gibt es zwar auch erst noch Gequieke, es legt sich aber schneller und tritt nicht mehr so oft in extremer Form auf.